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Förderkonzept für die „Schule nach Corona“

EINE HINFÜHRUNG

Vieles, was uns als Schule auszeichnet, gerade und vor allem als Franziskanische Schule, konnte im letzten Schuljahr nicht oder lediglich in kleineren Zeitfenstern stattfinden. Weite Phasen des schulischen Alltages waren durch „social distancing“ und Fern- bzw. Wechselunterricht geprägt. Damit gingen immer wieder erhebliche organisatorische Anpassungen einher und vieles, was im normalen Schulalltag wie selbstverständlich stattfindet, konnte nur bedingt stattfinden und/oder musste neu gedacht werden: Gespräche führen, mit Schüler*innen in den Dialog gehen, über Probleme sprechen und gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Lösungen entwickeln und, und, und.

Nach einer kürzeren Zeitspanne galt es eine erste Krisen-Schockstarre, die auf gesamtgesellschaftlicher Ebene allerorts zu beobachten war, zu überwinden und damit Neues aufzubauen,

  • Kontakte anders (wieder) herzustellen (via Telefon, IServ, Videokonferenz, Chat, postalisch),
  • digital unter- und gestütztes Lernen zu fokussieren,
  • Videokonferenzen zu verstehen und gezielt für Zwecke des Unterrichts einzusetzen,
  • den Bedarf fehlender Endgeräte zu ermitteln und Abhilfe zu schaffen,
  • Vernetzungen zu gestalten und den zumindest teilweise vorhandenen Verlustempfindungen an Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit entgegenzuwirken.

Das war und ist ein Weg, der unter anderem vom Stellen der richtigen Fragen abhängt und begleitet wird:

  • Welches Angebot führt zum Beziehungsaufbau?
  • Was motiviert?
  • Wodurch lassen sich Kinder und Jugendliche abholen?
  • Und wen erreiche ich möglicherweise kaum mit meinem „Angebot“?

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DAVON SIND WIR ÜBERZEUGT

Wenn Kinder und Jugendliche sich in ihrer Klasse und an der Schule wohl fühlen, integriert sind, wenn sie strukturiert arbeiten können, und wenn sie dabei zugleich gefördert wie auch gefordert werden, dann kann von einer guten Lernatmosphäre gesprochen werden, die für die gesamte Gruppe von immenser Bedeutung ist. Der wachsenden Heterogenität der Schülerschaft begegnen wir deshalb mit vielfältigen Maßnahmen, die beim Gedanken der individuellen Förderung anknüpfen. Dieser Gedanke der Förderung ist gerade für die Zeit „nach Corona“ von großer Bedeutung.

 

FOLGENDES KANN FESTGEHALTEN WERDEN / GILT ES ZU BEDENKEN

  • Grundsätzlich konnten Lehrer*innen an St. Klara durch Fern- und Wechselunterricht in hohem Maß Unterricht realisieren, der Fernunterricht ist durch Erfahrungsgewinn qualitativ immer besser geworden, was wir durch verschiedene Schüler*innenbefragungen immer wieder gespiegelt bekamen. Die guten Notenschnitte der Abschlussklassen an der Realschule und am Beruflichen Gymnasien, die jeweils besser als der Landesschnitt sind, belegen dies zusätzlich.
     
  • Welche Lernrückstände sind entstanden? Das ist höchstwahrscheinlich sehr unterschiedlich. Es gibt Schüler*innen, bei denen wir keine Rückstände feststellen. Einige haben sogar größere Fortschritte gemacht als in „normalen“ Jahren, weil sie das selbstbestimmte und selbstgesteuerte Lernen, das für unser Fernlernkonzept von integraler Bedeutung war, sehr schätzten und für sich gewinnbringend gestalten konnten. Es gibt aber auch Schüler*innen, deren Möglichkeiten zum selbstständigen Lernen begrenzt waren und bei denen wir Rückschritte sehen. Kurzum: Unsere Schülerschaft kann nach Corona mehr denn je nicht als homogene Gruppe betrachtet werden und deshalb muss die Frage nach den (vermeintlich) vorhandenen Lücken und Defiziten differenziert betrachtet werden.
     
  • Der Verlust alltäglicher Begegnungen mit Freunden, Mitschülern, Lehrer*innen wog schwer – und wirkt gewissermaßen nach. Viele soziale Erfahrungen, die für das Aufwachsen eines Menschen eminent wichtig sind, fielen einfach aus. Wer Förderung nach Corona ernst nimmt, dem muss es auch um die soziale und emotionale Stabilisierung der Schüler*innen gehen. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit: Wir sind davon überzeugt, dass ein zielführendes Lernen nur möglich ist, wenn Schüler*innen emotional stabil sind.

 

WIE STELLEN WIR „LERNLÜCKEN“ FEST?

Für das Lernen der Schüler*innen sind ihre Lehrer*innen die Experten: Unsere Lehrer*innen kennen ihre Schüler*innen meist sehr gut, teils seit Jahren, und sind dafür ausgebildet, wahrzunehmen, wo Schwächen liegen oder Lücken entstanden sind. Das ist Alltagsgeschäft von Lehrer*innen. Durch den Schüler*innensprechtag, durch Entwicklungsgespräche etc. verfügen wir ferner über „ Räume“ / „Zeitgefäße“, um gezielt mit einzelnen Schüler*innen zu sprechen, deren Wohlergehen zu fokussieren, um kooperativ Wege auszuloten, die ans Ziel führen – oder besser: An das gewünschte Ziel.

Ergänzend dazu gibt es verpflichtende Lernstandserhebungen. In der Jahrgangsstufe 5 heißt das „Lernstand“ in den Klassen 8 gibt es „Vera“. Das sind gut erprobte diagnostische Verfahren, die verlässliche Hinweise geben, welche Kompetenzen Schüler*innen haben.
Die „Vera“-Tests wurden im Schuljahr 20/21 verschoben und finden nun im Herbst statt. Auf Grundlage dieser diagnostischen Verfahren können wir gut mit den Schülerinnen ins Gespräch kommen und gemeinsam einen Weg zur zielgerichteten Förderung finden.
Leistungsbeurteilung bezieht sich unserem Verständnis nach auf Lernprozesse, Produkte und Prüfungsleistungen. Wir bemühen uns darum, diese Beurteilungen entwicklungsfördernd zu gestalten und zu betrachten, indem wir Qualitäten und Stärken erkennen und benennen – auf Grundlage des dialogischen Lernens – und Fehler als Lernanlässe sehen.

 

„RÜCKENWIND“

Bei „Lernen mit Rückenwind - Ausgleich pandemiebedingter Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern“ handelt es sich um ein Programm das im Rahmen des Bund-Länder-Aktionsprogramms ,,Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 gestartet ist. Schüler*innen sollen durch ,,Lernen mit Rückenwind" unterstützt werden, indem sowohl ihre fachlichen als auch ihre sozial-emotionalen Kompetenzen gestärkt und weiterentwickelt werden.
Durch das Programm sollen durch die pandemiebedingten Belastungen verursachte negative Auswirkungen auf die Bildungsbiographie von Schüler*innen aufgefangen werden. Die Schüler*innen sollen eine möglichst passgenaue und zielorientierte Unterstützung erfahren. Es ist vorgesehen, den Förderschwerpunkt auf die Bewältigung der Lernrückstände in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch (bzw. Fremdsprachen) und die Profilfächer des Beruflichen Gymasiums zu legen. Ergänzt werden diese Unterstützungsleistungen durch Angebote im sozial-emotionalen Bereich.

Es ist angedacht, Förderangebote sowohl innerhalb der Schulzeit (integrativ) als auch additiv, also zusätzlich in Zusammenarbeit z. B. mit Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und anderen lnstitutionen anzubieten. Auch sollen die Möglichkeiten des Ganztags genutzt werden, bspw. im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung.
Ausgehend von der Feststellung des jeweiligen individuellen Lernrückstands sollen spezifische Förderangebote realisiert werden. Dafür wird das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) geeignete Lernmaterialien bereitstellen, die insbesondere für die Förderung basaler Kompetenzen geeignet sein werden.
Zur Unterstützung bei der Erhebung des Lernstands der Schüler*innen werden den Schulen verschiedene Diagnoseverfahren und Testinstrumente vom lnstitut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) rechtzeitig zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung gestellt.

Für diese so zentrale wie herausfordernde Aufgabe, den Schüler*innen Lernerfolg, Kompetenzerleben, Selbstwirksamkeitserfahrungen sowie Abschluss- und Anschlussfähigkeit zu ermöglichen, benötigen Schulen und Lehrkräfte breite Unterstützung durch zusätzliche Personen und Kooperationspartner. Um die Schulen bei der Anwerbung von Personen und Kooperationspartnern zur Umsetzung der intensiven Fördermaßnahmen zu unterstützen, wird derzeit auf Landesebene ein digitales Verfahren entwickelt, das geeignet ist, datenbankbasiert Schulen und geeignete Personen bzw. Kooperationspartner zusammenzubringen. Wir als Schule St. Klara schrieben bereits einzelne Institutionen und Kooperationspartner an, um Partner und Personal für die gezielte Förderung gewinnen zu können.

Wir sind davon überzeugt, dass es uns so gelingen wird, einen ganz wesentlichen Beitrag zu leisten, um sowohl kognitive Lernrückstände aufzuholen als auch psychosoziale Folgen der Pandemie abzumildern.

DETAILS DES FÖRDERKONZEPTS FÜR DAS SCHULJAHR 2021/2022

 

EIN ZENTRALES ELEMENT AN ST.KLARA (RS - PG - BG): DER MORENKREIS UND DIE ATEMPAUSE

Der Morgenkreis und die Atempause bilden an St. Klara eine eigenständige Form von „Unterricht“, in dem kein Unterrichtsstoff vermittelt wird, aber vieles „gelernt“ wird:

  • Wir nehmen uns Zeit für unser jeweiliges Jahresthema, das aufmerksame Wahrnehmen und Gespräche.
  • Wir sprechen über das, was uns bewegt und hören einander zu.
  • Im geschützten Raum der Klassengemeinschaft wird konstruktive Kommunikation eingeübt und eine wertschätzende Feedbackkultur aufgebaut.

Darüber ist der Morgenkreis und die Atempause der Ort, an dem wir franziskanische Spiritualität im Klassenraum zur Entfaltung bringen.
Die Klasse erlebt sich als Gemeinschaft, die Verantwortung für ihr Miteinander übernimmt und dieses aktiv gestaltet.

Im Schuljahr 2021/2022 legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Frage nach den Gelingensbedingungen erfolgreichen Lernens, auf den Aspekt der Resilienz und auf die soziale und emotionale Stabilisierung unserer Schüler*innen. In der Oberstufe soll die Atempause auch für individuelle, regelmäßige Lernstandsgespräche mit den Schüler*innen genutzt werden. Gezielte Förderung in Coachingstunden (M, E, Profilfach) soll Defizite ausgleichen.

 

LIONS QUEST - UNTERSTÜTZUNG DER PRÄVENTIONSARBEIT

Unter dem Motto „Beraten-Begleiten - Impulse geben“ werden Lehrkräfte an St. Klara mit Lions-Quest-Präventionsprogrammen (LQ) unterstützt. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Implementierung von schulischer Präventionsarbeit werden damit gemäß dem Präventionsrahmenkonzept „stark.stärker.WIR.“ des Landes Baden-Württemberg entscheidend verbessert. Lions-Quest ist offizieller Partner des Kultusministeriums und des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung in Baden-Württemberg. Mit den Lions-Quest-Programmen „ Erwachsen werden“ und „ Erwachsen handeln“ bieten wir gerade im kommenden Schuljahr 2021/2022 ein vielschichtiges Programm an, welches zur sozialen und emotionalen Stabilisierung der Schüler*innen beitragen soll.

 

ZUSATZSTUNDEN IN DEN KLASSEN 5 (M,D,E) UND AM BG

In diesen Zusatzstunden, die für die Schülerinnen einen verlässlichen Baustein im Stundenplan darstellen, wird kein zusätzlicher Unterrichtsstoff behandelt. Hier bleibt Zeit für nachhaltiges Arbeiten, Zeit für Vertiefung und individuelle Schwerpunktsetzung, Zeit für die einzelne Schülerin.
Die Übungsstunde dient einerseits der gezielten Förderung stärkerer Schülerinnen, die sich für Fragestellungen und Themen über den Unterrichtsstoff hinaus interessieren und andererseits der gezielten, differenzierten Betreuung schwächerer Schülerinnen. Ein möglicher Schwerpunkt liegt dabei im Einüben bekannter, aktueller Unterrichtsinhalte, aber auch im Stärken und Vertiefen sog. „ Basiskompetenzen“.

Am BG soll in Absprache mit den Fachlehrer*innen individuelles Coaching ermöglicht werden. Die Fachlehrer*innen führen mit den entsprechenden Schüler*innen ein Vorgespräch und sprechen eine Empfehlung zum Coaching aus. Nach einem Halbjahr kann dann erneut überprüft werden, ob das Coachingangebot weiter angenommen werden sollte.

 

LRS-FÖRDERUNG

In den Klassen 5 und 6 bieten wir eine Lese- und Rechtschreibförderung an. Eine individuelle Förderung und Betreuung gewährleisten wir durch kleine Lerngruppen. Das Ziel des Förderunterrichtes besteht darin, sowohl Sicherheit im Umgang mit Sprache zu vermitteln als auch Selbstvertrauen zu schaffen und Ängste vor der Rechtschreibung zu nehmen. Die Schülerinnen erlernen dabei auch auf spielerischem Wege, ihre Rechtschreibung selbstständig zu kontrollieren und zu verbessern.

 

HAUSAUFGABENBETREUUNG (KLASSEN 5 – 7)

Für die Klassen 5 bis 7 bieten wir in St. Klara die Möglichkeit der Hausaufgabenbetreuung an. Schülerinnen werden i.d.R. von FSJ-Kräften, Lehrkräften oder einer Schulbegleiterin bei der Erledigung der Hausaufgaben unterstützt.

In der Regel findet diese Hausaufgabenbetreuung an drei bis vier Tagen jeweils von 14.10 bis 15.45 Uhr statt. In der Hausaufgabenbetreuung achten wir auf eine ruhige Atmosphäre in kleinen Lerngruppen, wodurch eine intensive Förderung der Kinder ermöglicht wird, die auf die Bedarfe der Kinder einzugehen weiß.

 

LERNBÖRSE (KLASSEN 5 – 8)

Bei der Lernbörse handelt es sich um eine Plattform, bei der sich Schüler*innen melden können, wenn sie Lernhilfe suchen oder anbieten möchten. Schülerinnen der Klassen 5-8, die Unterstützung in den Fächern Englisch, Deutsch, Mathematik oder Französisch benötigen, können sich zu zweit oder allein anmelden. Ältere Schüler*innen ab Klasse 9 melden sich als Lernhelfer*innen und erhalten ein Entgelt für ihre Unterstützung. Das Angebot ist freiwillig und findet außerhalb der Unterrichtszeit an der Schule statt. Weitere Informationen hierzu erfolgen immer im jeweiligen Schuljahr. Einige attraktive Lernorte stehen für diese Treffen zur Verfügung, etwa unsere gut ausgestattete Mediothek, Lernnischen oder unser Schulgarten.

 

ENTWICKLUNGSGESPRÄCHE (KLASSEN 5 – 6)

Im Entwicklungsgespräch nehmen wir uns in den Klassen 5 und 6 in regelmäßigen Abständen Zeit für jede einzelne Schülerin. Die Klassenlehrkraft führt durch das etwa 20 Minuten dauernde Gespräch, bei dem die Eltern anwesend sind. In Klasse 5 begleiten wir die Kinder mit zwei Entwicklungsgesprächen. Zum Halbjahr und zum Schuljahresende zeigt jedes Kind ausgewählte Arbeiten und Ausschnitte aus seinem Portfolio. Auf dieser Grundlage geht es im Verlauf des Gesprächs um Impulse zur individuellen Förderung. Dazu werden Entwicklungsmöglichkeiten im Sozial- und Arbeitsverhalten in den Blick genommen. Angestrebt wird eine Verbesserung der Lernbedingungen. Häufig schließt ein persönliches von den Lernenden selbst formuliertes Lernvorhaben das Gespräch ab. In Klasse 6 findet ein Entwicklungsgespräch statt, welches auch die weitere schulische Laufbahn in den Blick nimmt.

 

LOGBUCHGESPRÄCHE DER RS (KLASSEN 5 – 10)

In Klasse 7-10 führen die Schülerinnen das Logbuch, einen Lernplaner, der sie im Lernen organisatorisch unterstützt, der zur Reflexion anregen soll und der helfen soll, individuelle Fortschritte zu verfolgen. Begleitend treffen sich die Klassenlehrkräfte in regelmäßigen Abständen zu den Logbuchgesprächen mit den Schülerinnen. Hierbei werden die schulische und/oder private Situation betrachtet, Fortschritte festgehalten und Schwierigkeiten thematisiert, zu denen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und Ziele für die nächste Zeit formuliert.

 

COACHING AN DER RS (KLASSEN 7 – 8)

Für die 7. und 8. Klassen wird an St. Klara Lerncoaching angeboten. In diesen Lernberatungsgesprächen wird auf die individuellen Lernschwierigkeiten einer Schülerin eingegangen. Die Lerncoaches nehmen sich Zeit für jede Schülerin und beraten bei Konzentrationsschwierigkeiten, bei Problemen mit dem Zeitmanagement bei KA oder Hausaufgaben, bei Motivationsproblemen und geben Tipps zum effektiven und sinnvollen Lernen.

 

ERLEBNISPÄDAGOGIK (KLASSE 8 EINGANGSKLASSE AM BG) ... ODER IN ABENTEUERN LERNEN !?

In Klasse 8 machen Schülerinnen Erfahrungen im erlebnispädagogischen Bereich. Die Grundidee der Erlebnispädagogik ist „learning by doing“ - lernen durch Tun/Handeln . Dies bedeutet, dass nicht nur diskutiert, sondern getan wird. Der Ausgangspunkt für dieses soziale Lernen ist keine Theorie durch Gespräche oder Belehrungen, sondern eine konkrete, gemeinsame Erfahrung in einer Gruppe. Diese Erfahrungen sammeln Schülerinnen in unserem sagenhaft schönen Nah- und Naturraum auf der Schwäbischen Alb.

In der Eingangsklasse kommen unsere Schüler*innen aus unterschiedlichen Schularten und treffen neu aufeinander. Um Kennenlernen und Team Building zu erleichtern, verbringt die Klasse einen Tag auf der Alb. Niederseilparcours, Orientierungslauf und vieles mehr stehen dabei auf dem Programm.

 

SCHÜLER*INNEN FÜR SCHÜLER*INNEN AM BG

An St. Klara ist uns gemeinsames Lernen wichtig und dabei spielen Lehrer*innen sowie Schüler*innen bei der Wissensvermittlung eine zentrale Rolle. Wir wollen in diesem Jahr einen neuen Versuch wagen und das Projekt „Schüler*innen für Schüler*innen“ starten. Zentraler Gedanke ist, dass Schüler*innen Unterstützungsangebote für Mitschüler*innen in unterschiedlichen Fächern anbieten. Dies kann digital, aber auch in Präsenz sein. Wir sind gespannt wie sich die Idee entwickelt und angenommen wird.

 

LERNEN IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG

Digitale Unterstützungsangebote in den Klassen 5 bis 10 und am Beruflichen Gymnasium Im Zeitalter der Digitalisierung ist die konsequente Nutzung digitaler Medien für Lehren und Lernen sowie die kritische Auseinandersetzung mit damit verbundenen Chancen und Risiken eine wichtige Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit social media erfolgt ab Klasse 5, ebenso eine Einarbeitung in unsere Lernplattform IServ (Basiskurs Medienbildung). Das wissenschaftliche Arbeiten – auch, aber nicht nur per PC – wird in Klasse 7 erlernt. Digitale Tools werden für unterrichtliche Zwecke ab Klasse 5 eingesetzt. So können in der Freiarbeit (FA) beispielseweise über die Anton App Grammatikübungen im Deutschunterricht gemacht werden.

Am Beruflichen Gymnasium werden wir in verschiedenen Fächern digitale Unterstützungsangebote in Form von Lernvideos, digitalen Arbeitsblättern usw. anbieten. Schüler*innen können sich hier jederzeit selbst umschauen und eigenverantwortliches Lernen kann so gestärkt werden.