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Begründung

Das Wirtschaftsgymnasium St. Klara hat das Profil "Wirtschaft und Ethik", das wir im laufenden Unterricht nicht nur im Fach "Wirtschaft" als Spannungsfeld mit den Jugendlichen bearbeiten. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende "Wirtschaftsethisches Forum", zu dem wir Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik einladen, die mit unseren  Jugendlichen aktuelle Themen besprechen, bei denen Wirtschaft und Ethik in Konflikt stehen. 

Adam Smith', der Begründer der ökonomischen Wissenschaft und des politischen Liberalismus, erfand das Bild von der "unsichtbaren Hand", dem Marktmechanismus, der alles regelt, damit es allen besser geht, wenn jeder Einzelne seinen eigenen Nutzen verfolgt.

"Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers oder Bäckers erwarten wir unsere Mahlzeiten, sondern von deren Bedachtnahme auf ihr eigenes Interesse", schrieb Smith im "Wohlstand der Nationen". "Wir wenden uns nicht an ihre Menschenliebe, sondern an ihre Eigenliebe und sprechen ihnen nie von unseren eigenen Bedürfnissen, sondern von ihren Vorteilen." Die "unsichtbare Hand" des Markts ist es, die letztlich alle Einzelinteressen zusammenführt und das größtmögliche gemeinsame Wohl erzeugt.

Diese moralische Rechtfertigung einer Politik, die dem Markt freien Lauf lässt, ruft bis heute und heute besonders heftige Reaktionen hervor.

 

"Mache dich nicht abhängig von den Dingen, die du hast oder nicht hast. Fixiere dich nicht auf Wünsche, die dich unfrei machen. Entdecke deinen Reichtum in der Zuwendung zu Gott und den Menschen", sagt Franziskus. Sein Antwort auf die Frage, wie gehandelt werden soll.

 

Die Gegenwart zeigt uns, dass Wirtschaft ohne ethisches Handeln in den Abgrund führt.

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