Leben und Arbeiten an der Schule werden von vier Profilen geprägt:
Unser Schulprofil in St. Klara
Die Schule St. Klara ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft. Der katholische Glaube ist Fundament und Quelle unserer pädagogischen Arbeit. Sie orientiert sich besonders am Menschenbild und an den Wertvorstellungen des heiligen Franz von Assisi.
Unsere Schule steht für:
- Franziskanische Werte
- Ganzheitliche Bildung und Erziehung
- Mädchen- und Frauenbildung
- Annahme und Wertschätzung
Erziehung und Bildung auf der Grundlage franziskanischer Spiritualität
Im Blick auf Franz von Assisi, der dem christlichen Menschenbild eine einzigartige Gestalt gibt, ist Bildung für uns ein Weg in die Freiheit. Wir wollen junge Menschen annehmen, ansehen und ansprechen, damit sie sich als wertvoll erfahren, Vertrauen gewinnen und sich entfalten können. So kann Neugierde wachsen, Lernen Freude machen und persönliche Leistung sich entwickeln. Durch den Dialog mit Menschen und Sachen, Phänomenen und Situationen, Aufgaben und Erfahrungen anderer, vor allem auch mit Mitschülerinnen und Mitschülern und mit Lehrerinnen und Lehrern entfalten die jungen Menschen ihre Aufmerksamkeit. Sie werden weltoffen, zugewandt und übernehmen Verantwortung.
Ganzheitliche Erziehung und Bildung
Der Unterricht in seinen verschiedenen Formen (freie Arbeit, Projektarbeit, Fachunterricht, Morgenkreis) will vor allem das eigene Fragen, Denken und Verstehen der jungen Menschen herausfordern. Sinne, Gefühl und Phantasie werden angesprochen. Erlebnisfähigkeit und Innerlichkeit werden entfaltet. Reflexions- und Werturteilsfähigkeit bilden sich aus. Durch die Aneignung von Wirklichkeit entsteht orientierendes Wissen. Kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten werden entwickelt und Begabungen entfaltet. Dazu bieten außer-unterrichtliche Veranstaltungen und Praktika weitere wichtige Lernfelder.
Das gezielte Methodentraining baut dem Alter entsprechend selbst gesteuertes Lernen auf, das auf Vorwissen, Motivation, Wille, Strategiewissen und Selbstreflexion beruht.
In der Auseinandersetzung mit eigenen Einstellungen und Wertfragen lernen die jungen Menschen zu werten und zu entscheiden. Sie bilden dabei ihre eigenen Wertvorstellungen und Überzeugungen, die es ihnen ermöglichen werden, entschieden zu leben.
Mädchenbildung
In den Jahrgangsstufen 5 - 9 befinden sich die jungen Menschen in einer entscheidenden Phase ihrer geschlechtlichen und psychosozialen Entwicklung. Sie suchen ihre Identität in Auseinandersetzung mit ihrer Geschlechtlichkeit, mit Erwartungen und Zuschreibungen ihrer Umgebung und mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen. Diese Suche bestimmt ihre Kommunikation und ihre Interaktionen, vor allem auch ihr Lernverhalten.
Wir wollen Mädchen in dieser Phase ernst nehmen und den Unterricht inhaltlich verstärkt an den unterschiedlichen Fragen, Themen und Interessen orientieren.
In Freier Arbeit und fachübergreifenden Projekten, in Arbeitsgemeinschaften und Aktivitäten außerhalb des Fachunterrichts und nicht zuletzt in den Mitwirkungsorganen der Schülerinnen ermöglichen wir gleichzeitig die Zusammenarbeit.
Die Lehrerinnen und Lehrer bilden sich gleichzeitig fort, um geschlechtssensibel arbeiten und Interaktion und Kommunikation der jungen Menschen besser verstehen zu können.
Annahme und Wertschätzung, Begegnung und Dialog, Betreuung und gegenseitige Fürsorge prägen das gemeinsame Leben
Die jungen Menschen sollen sich angenommen und wichtig fühlen in einem Klima gegenseitiger Offenheit, Wertschätzung und Zuwendung, um das sich alle - Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - bemühen. Ihrem Alter entsprechend werden sie herausgefordert, Verantwortung zu übernehmen für ihr Lernen, für ihre Klassengemeinschaft, für das gemeinsame Leben in der Schule, für Räume, Einrichtungen und Materialien.
Wir gestalten die Schule als sozialen Lebensraum, in dem sich die einzelnen Schülerinnen und Schüler einbringen, entwickeln und Verantwortung übernehmen können. Leben und Arbeiten in der Gruppe, der Klasse und der Schulgemeinschaft werden gelernt, soziale Fähigkeiten werden entfaltet und eine soziale Haltung, die den anderen einschließt, wird Grund gelegt.
Im Sozialpraktikum begegnen die jugendlichen Menschen, die bedürftig sind, Unterstützung brauchen oder am Rand stehen. In der Auseinandersetzung mit ihrer Lebenssituation können sie sich selbst entdecken und zur Antwort herausgefordert werden.
Religiöse Bildung
Im gemeinsamen Leben geben wir Gott, dem Vater Jesu, Raum und führen die jungen Menschen ein in die lebendige christliche Tradition. Wir singen, beten, feiern Gottesdienste und Feste, gestalten den Alltag durch Rituale, werden still, hören nach innen und bringen zum Ausdruck, was uns bewegt. Dadurch entfalten wir die Erlebnisfähigkeit und ermöglichen autonomes Leben, das von der eigenen Mitte her gesteuert wird.
Im Religionsunterricht, der für alle Schülerinnen Pflicht ist, und in Besinnungstagen reflektieren wir unser Leben und unseren Glauben und suchen Antworten auf unsere Fragen. Auch der Fachunterricht fragt nach Bedeutung, Wert und Sinn und übt Entscheiden ein. So wollen wir jungen Menschen helfen, ihre Religiosität zu entfalten, eigene Überzeugung aufzubauen und zu einem entschiedenen und antwortenden Leben zu finden.
Kooperation zwischen Eltern und Schule
Unser Bildungskonzept geht weit über die Schule hinaus. Es umfasst das ganze Leben. Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern ein großes Anliegen. Damit Bildung gelingen kann, ist ein gemeinsames Wertefundament hilfreich und eine gemeinsame Begleitung des Bildungsweges unerlässlich. Dabei haben Schule und Elternhaus je eigene Aufgaben.
Um die Eltern zu unterstützen, bietet die Schule Elternbildungsangebote an. Dort treffen sich Eltern um sich über Fragen der Erziehung zu verständigen, sich gegenseitig zu beraten und die eigene Kompetenz zu stärken.
Für Familien in besonderen Situationen organisieren wir Beratung.
















