Bischofsbesuch
Mit Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Klara kam gestern Bischof Gebhard Fürst ins Gespräch. Auch mit den Lehrern suchte Fürst die Begegnung. Paul Stollhof als pädagogischer Geschäftsführer der Siessener Schulen und Rektor Peter Pflaum-Borsi führten Fürst durch die Schule. Einer der Höhepunkte des Begegnungstages war ein Gottesdienst aller Schulklassen, auch mit Schülern des Pro- und Wirtschaftsgymnasiums.
In einer lockeren Gesprächsrunde stellten Pflaum-Borsi und Paul Stollhof dem Bischof die Schule vor. So erkundigte sich Fürst, ob auch Schüler anderer Konfessionen an St. Klara unterrichtet werden. Dies bejahte Pflaum-Borsi. So gibt es evangelische und katholische Religion, sogar Musliminnen werden unterrichtet. "Eltern anderer Konfessionen kommen auf die Schule zu, weil sie das Angebot schätzen", betonte Pflaum-Borsi. Begegnungen mit Schülerinnen standen im Mittelpunkt des ersten Besuchs von Bischof Gebhard Fürst. So wollte eine Fünftklässlerin wissen, wie man Bischof wird. Hier musste Fürst schmunzeln: "Das kam für mich damals ganz überraschend." Bischof zu werden könne man nicht planen, da man gewählt werde. Mit 16 Jahren habe er bereits gewusst, dass er Priester werden wolle. 14 Jahre sei er Leiter der katholischen Akademie in Hohenheim gewesen. Eines Abends habe ihn Domdekan Georg Kopp angerufen und ihm mitgeteilt, dass er zum Bischof gewählt wurde.
Eine andere Schülerin wollte wissen, wer der Chef von Bischof Fürst sei. "Mein Chef ist der liebe Gott", lachte Fürst. Gegen halb sieben stehe er auf, zuerst werde dann gebetet. Was schon eine Bürde sei, seien die vielen Briefe, die er täglich bekomme und die alle beantwortet werden. Höhepunkte seien für ihn Fahrten nach Rom, so sei er schon mehrfach Papst Benedikt XVI. begegnet. Schön seien auch Reisen mit befreundeten Priestern, etwa nach Italien oder dieses Jahr nach Norwegen.
Von Angela Baum, Schwarzwälder Bote

