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Elternbeirat

Elternfahrt nach Assisi vom 29.10.2007 bis zum 02.11.2007

Am 29.10.2007 um 4:00 Uhr am frühen Morgen machten sich 39 Eltern der Schule St. Klara zusammen mit Sr. Margit und Herrn und Frau Albus auf den Weg nach Assisi, um den heiligen Franziskus und die spirituellen Quellen der Schule zu erkunden und näher kennen zu lernen. Nach einer kurzen Rast im "Heidiland" (eine Raststätte in der Schweiz) führte der Weg über Chur nach Como Monte Olimpino - wieder eine Raststätte - bei der gemeinsam ein reichhaltiges Buffet "am Biertisch" mit Kaffee, allerlei Kuchen und Gebäck, Brot, Wurst und Käse bereitet wurde. In der Dämmerung kam die Reise bei Perugia durch einen Stau kurz ins Stocken und bei der Ankunft staunten die Reisenden über das herrlich beleuchtete Assisi in der Abenddämmerung.

Am nächsten Morgen führte der erste Weg - wegen Regenwetter ein Stück mit dem Bus - zum "Casa Bene", dem Haus der Sießener Schulen.

Dort traf Sr. Rita auf die Reisegruppe, informierte über das Haus und darüber wie die Sießener Schulen in den Besitz dieses sehr schön gelegenen Gebäudes gekommen waren. Die aktuellen Gäste des Hauses - die Musikgruppe Genezareth - begleitete dann die Reisegruppe weiter nach San Damiano.

In dieser Kirche befand sich ursprünglich das byzantinische Kreuz - hier empfing der heilige Franziskus den Auftrag "baue meine Kirche wieder auf". St. Rita führte die Reisegruppe durch San Damiano und die Geschichte des Ortes und berichtet vom Anliegen des heiligen Franziskus und der heiligen Klara, sich durch ein Leben in äußerlicher Armut und gläubiger Gemeinschaft auf die Botschaft von Jesus Christius zu besinnen. Nach gemeinsamem Singen führten Herr Albus und Sr. Margit durch den Convento di San Damiano und ließen es sich nicht nehmen, am Schlaf- und Sterbeplatz der heiligen Klara ein "Vater unser" für die Patronin der Schule zu sprechen. Beeindruckt von der Kraft und Ausstrahlung des Ortes führte der Weg dann hinauf zu den Pforten der Stadt, die die Reisegruppe dann über die Porta Nuova betrat.

Von dort führte der Weg weiter zur Piazza del Comune. Nach einer kurzen Mittagspause lernten die Eltern die "Chiesa Nuova" kennen, das zur Kirche umgebaute Elternhaus des heiligen Franziskus. Von der Kirche aus führte der Weg weiter zum ehemaligen Tuchladen der Eltern des heiligen Franziskus. Sr. Margit berichtete hier von der Suche des jungen Franziskus und seinem Hadern zwischen dem Leben als Kaufmann, dem Wunsch, Ritter zu werden und dem zunehmenden Empfinden, seiner Berufung zu folgen. Vom Tuchladen aus führte der Weg weiter zum Geburtsort des heiligen Franziskus. Sr. Margit betete hier zusammen mit den Frauen zu Ehren der Mutter Gottes ein "Gegrüßet seist Du Maria" und erinnerte die Frauen an die Schmerzen der Geburt, die daraus entstehende enge Bindung zu den eigenen Kindern und der Aufgabe des Loslassens, wenn diese erwachsen werden.

Nächstes Ziel der Reisegruppe war San Francesco mit der beeindruckend bemalten Oberkirche, deren Fresken und Wandbilder mit Darstellungen aus dem Leben des heiligen Franziskus.

Sr. Margit schickte die Eltern gleich den Schülerinnen mit erläuternden Aufgaben in die Oberkirche, so dass das Schweigegebot - mit einigen Ausnahmen - eingehalten werden konnte. Nach dem Besuch der Unterkirche führte der Weg weiter zur Ruhestätte des heiligen Franziskus in die Krypta, in der gemeinsam für die Familien gebetet wurde.

Dank Herrn Noll, einem erfahrenen Assisibesucher und Busfahrer der Gruppe, kamen fast alle Eltern trotz eines heftigen Gewitters trockenen Fußes in das heimelige Hotel Ristorante "Da Angelo". Und auch die verlorenen Schafe waren rechtzeitig zum gemeinsamen Abendessen wieder bei der Gruppe.

Den dritten Tag begann die Reisegruppe mit einer gemeinsamen Morgenandacht in San Stefano. Thema war die Besinnung auf die "eigene Berufung" und darauf, dass jeder an seinem Platz wirken soll und kann. Danach führte der Weg durch die engen Gassen von Assisi mit seinen mittelalterlichen Gebäuden aus dem Stein des nahe gelegenen Berges Subasio hinüber zur Basilica di Santa Chiara.

Dort hatte jeder die Gelegenheit vor dem byzantinischen Kreuz, von dem der heilige Franziskus einst "seine Berufung" erhalten haben soll, einige Minuten seiner eigenen Berufung zu "lauschen". Nach dem Besuch der Grabstätte der heiligen Klara führte der Weg hinauf zur Cattedrale di San Rufino, dem Dom von Assisi, unter dessen Mauern sich antike Bauten befinden.

Die Mittagspause verbrachte die Gruppe zum Teil in der Stadt und zum Teil bei umbrischer Pizza im Hotel Ristorante "Da Angelo". Das Nachmittagsprogramm führte dann zur Basilica di Santa Maria degli Angeli, in der sich die Porziuncolakapelle befindet.

Die Kirche, die der heilige Franziskus von den Benediktiner erhalten hat, und für die er beim Papst, um die Möglichkeit bat, auch den Armen den Ablass zu ermöglichen: Den "Ablass für die Armen" - das "Grande Perdono".

Gemeinsam verweilte die Gruppe betend in der Porziuncolakapelle, um dann den Rosengarten, die Lagerstätte und den Sterbeplatz des heiligen Franziskus zu besuchen. In einer Kapelle der Basilica di Santa Maria degli Angeli feierte die Reisgruppe gemeinsam mit Weihbischof Renz aus Rottenburg die Messe zum Festtag "Allerheiligen" - das Fest aller Heiligen. Gemeinsam wurde aber auch derer gedacht, die gestorben sind. Nach einem feierlichen und berührenden Gottesdienst führte der Weg zurück ins Hotel Ristorante "Da Angelo" zum gemeinsamen Abendessen.

Am vierten Tag wanderte die Reisegruppe beizunehmendem Sonnenschein und stürmischem Wind hinauf zur Eremo dell Carceri, der Einsiedelei im Osten von Assisi.

Hier betete schon der junge Franziskus in der in den Berg gebauten Kappelle. Hier predigte auch der heilige Franziskus den Vögeln - als Zeuge ist heute noch der 800 Jahre alte Baum zu sehen, der in vielen Gemälden und Darstellungen abgebildet ist. Von den engen Kammern, dem kargen Schlafplatz und den wirklich sehr kleinen Türen waren alle gleichermaßen beeindruckt.

Nach dem Besuch der Eremo delle Carceri führte der Weg hinaus zur Morgenandacht mit Sr. Margit, die zuvor durch eine gemeinsame Morgengymnastik für die ausreichende innerliche Wärme bei eisigem Wind sorgte. Vor dem Abstieg wärmte der Tee am Kiosk.

Am Nachmittag ging es dann hinauf zur Rocca mit einer beeindruckenden Aussicht auf das Land unterhalb von Assisi. Sonne und Wind sorgten für bestes Fotografenwetter.

Von der Rocca ging es dann wieder hinab durch die Gassen von Assisi, noch einmal vorbei an San Francesco, der Basilica di Santa Maria degli Angeli durch die Porta Nuova hinaus zum Hotel Ristorante "Da Angelo" und dem letzten gemeinsamen Abend.

Am frühen Freitagmorgen brach die Reisegruppe dann zur Rückfahrt auf mit einem Zwischenstop in Florenz. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Reisenden die herrliche Aussicht auf Florenz.

Über die Ponte Vecchio führte der Weg über die Uffizien zum Piazza Signoria auf dem die Davidstatue des Michelangelo bewundert wurde.

Kurzweilig führten auch hier Herr Albus und Sr. Margit durch die Geschichte der Stadt und begleiteten die Gruppe weiter auf dem Weg zum Dom - der Battistero San Giovanni.

Nach der Mittagspause in der Stadt ging es weiter über S. Croce zum Bus und dann, nach einer interessanten, besinnlichen und nachhaltig wirkenden Reise zurück nach Rottenburg.

Iris Hahn, Eva-Maria Geiger und Thomas Fleck

Elternfahrt nach Assisi

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